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Einer unserer Lakota Mitarbeiter hatte Derek mit seiner Geschichte zu uns geschickt. Alles begann mit einem schlimmen Autounfall am 6. März 2021, durch den er sich einen Bruch der Wirbelsäule zuzog. Wie so oft bei jungen Menschen auf der Reservation, die nur wenige Möglichkeiten haben und zu sehr schlechten Einflüssen ausgesetzt sind, war Alkohol die Ursache der Beschädigung - nicht nur des Fahrzeugs, sondern auch von Dereks Wirbelsäule. Vor dem Unfall war er nach eigenen Angaben übergewichtig, rauchte zwei Schachteln Zigaretten pro Tag und litt an Alkoholismus.

 

Derek beim Laufen


Zum Glück vergrößerte der Unfall seine Hoffnungslosigkeit nicht, sondern erwies sich als Weckruf. Er sah ein Video, in dem es hieß, dass Laufen eine gute Möglichkeit sei, die Rückenmuskulatur zu stärken und trotz der Schmerzen begann er, sich selbst wieder vollständig zu erholen. Dann sagte er sich selbst: "Nun, wenn ich gehen kann, kann ich joggen, dann kann ich Schritt halten, dann kann ich vielleicht rennen."

 

Derek war in seiner Jugend ein Läufer gewesen, bevor ihn die Sucht und Gewichtsprobleme heimsuchten und er fand den Mut und den Willen, wieder mit dem Laufen zu beginnen. Dabei ging es ihm nicht nur ums reine Laufen, nein er wollte die 42,195 km lange Strecke eines Marathons schaffen!

 

 

 

 Derek am Ziel

Nachdem er seinen ersten Marathon im Oktober 2021, den Crazy Horse Marathon, nach seinem Unfall im März gelaufen war, beendete er auch den Los Angeles Marathon erfolgreich. Das heißt, er trainierte so intensiv, dass es ihm möglich war, innerhalb des Jahres, in dem der Unfall passiert war, 2 Marathons erfolgreich zu beenden, wobei er sich auch noch zeitlich verbesserte! Am 5. Juni nahm er am Deadwood Mickelson Trail Marathon teil. Sein großes Ziel ist es, am Boston Marathon teilnehmen zu dürfen. 

Derek Thunder Hawk ist ein perfektes Beispiel dafür, wie sich ein Lakota aus seiner Verletzung herauskämpft und persönliche Herausforderungen annimmt, um Großes zu erreichen. Er ist für uns alle ein Vorbild. Er meint dazu: „Ohne die Hilfe der Anonymen Alkoholiker, einer Behandlung oder eines Gefängnisaufenthalts habe ich mich dazu entschieden, mein Leben zu ändern und mich beim Laufen zu verbessern.“

Er ist der Inbegriff des tapferen Kriegers (in Lakota: wašóše)

 

 

von Jim Drevescraft

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