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WENN EINE FAIRE GESCHICHTSERZÄHLUNG POLITISCH WIRD, ZAHLEN DIE KINDER DEN PREIS

 

Im gegenwärtigen polarisierten politischen Klima in den USA ist es möglich, die tatsächlichen Ereignisse der Geschichte mit der einen oder anderen "Interpretation" zu verwechseln, die darauf abzielt, eine bestimmte Agenda voranzutreiben, anstatt einfach nur zu versuchen, eine ausgewogene Darstellung der Geschichte zu liefern, die auf Fakten beruht, auch wenn sie den Lehren der einen oder anderen Gruppe widerspricht.

Wenn es darum geht, ein Bild der Vergangenheit zu korrigieren, das die Geschichte nicht korrekt wiedergibt, sondern versucht, einige unangenehme Ereignisse zu vertuschen, um einer Ideologie den Vorzug vor allen anderen zu geben, dann ist das nicht Geschichte, sondern Politik.

Ich habe einen Doktortitel in Geschichte. Das Wesen der historischen Methode besteht darin, alle Fakten und Quellen zu recherchieren, um zu einer möglichst unvoreingenommenen Darstellung der tatsächlichen Geschehnisse zu gelangen und die Dinge auf sich beruhen zu lassen, wie sie sind.

Im Falle der amerikanischen Geschichte haben die traditionellen Methoden des Geschichtsunterrichts leider den offensichtlichen Gewinnern die Beute zugesprochen: den Kolonisten und europäischen Siedlern, die in das Land der Ureinwohner eindrangen und es eroberten, die Sklaven aus Afrika mitbrachten und schließlich das Land, das sich bildete, fast zerstörten.

Da die indigenen Völker, zu denen auch die Oceti Sakowin ("Volk der Sieben Feuer des Rates", d. h. die Sioux (einschließlich der Oglala Lakota) gehören, auf die zahlreichen und oft abscheulichen Methoden (einschließlich der berüchtigten Internate) reagiert haben, haben sich Gruppen gebildet, die sich für Schullehrpläne einsetzen, die die Vergangenheit der amerikanischen Ureinwohner genauer und umfassender widerspiegeln.

Eine solche Gruppe ist die South Dakota Education Equity Coalition. Ein Vorschlag zur Schaffung gemeinschaftsorientierter Bildungsstandards, die einen indianerbezogenen Unterricht in Reservaten vorsehen, der zunächst von beiden Parteien in der Legislative von South Dakota unterstützt wurde, führte nach Anhörungen zur Streichung von Verweisen auf die amerikanischen Ureinwohner in den South Dakota Social Studies Content Standards. Dies geschah in einem Staat mit einer reichen Geschichte indigener Kulturen, Sprachen und Kunst. Es widerspricht der Geschichte und schafft eine, sagen wir mal, "koloniale" Neuinterpretation der Vergangenheit auf Kosten der Bewahrung der reichen Geschichte der indigenen Völker in Amerika.

Als gemeinnützige Organisation, die sich für das genaue Gegenteil von dem einsetzt, was die vorgeschlagenen Standards bewirken würden, beziehen wir gemeinsam mit der S.D. Education Equity Coalition Stellung, um für einen gerechteren, ausgewogeneren und historisch korrekten Lehrplan einzutreten, der das reiche Erbe der amerikanischen Ureinwohner berücksichtigt. Wir tun dies nicht zu politischen Zwecken, sondern um ein gerechtes Geschichtsbild zu erkennen, das allen Jugendlichen in diesem Land vermittelt werden soll.

Pilamaya

Jim Drevescraft

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