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Schon immer war die medizinische Versorgung auf den Indianerreservaten schlecht und die Gesundheitsstationen sind personell und materiell sehr dünn besetzt. In Zeiten von Corona zeigt sich einmal mehr, wie wenig die Lakota den US-Behörden wert sind. So gibt es im gesamten Bereich der Pine Ridge Reservation (also für ca. 40.000 Menschen) genau 1 Beatmungsgerät. Masken oder Desinfektionsmittel sind nicht zu bekommen. Noch gibt es glücklicherweise keinen Coronafall auf Pine Ridge. Den Bewohnern ist das Verlassen untersagt und außer den Bewohnern hat auch momentan niemand Zugangsrechte. Mit dieser Isolation möchte der Stammesrat einer Infektionswelle auf der Reservation zuvorkommen, denn es ist klar: wenn Corona die Rez erreicht, wird es sich rasch ausbreiten und viele Opfer fordern. Das liegt einerseits an den sehr beengten Wohnverhältnissen – 6 bis 8 Menschen wohnen in 1 Trailer - die eine Isolation eines Betroffenen unmöglich machen, an mangelhaften hygienischen Bedingungen (oft gibt es in den Behausungen weder fließend Wasser noch Strom), an der schlechten medizinischen Versorgung und an den Vorerkrankungen, die viele Indianer haben. Aufgrund der billigen, nährstoffarmen aber energiereichen Ernährung leiden viele Lakota an Diabetes (Zuckerkrankheit), Herz- und Gefäßerkrankungen sowie chronischer Bronchitis. Meist fehlt das Geld für Medikamente und benötigte Therapien, sodass z. B. Zuckerkranke schon früh Gliedmaßen verlieren oder die Lungenfunktion rasch nachlässt. Das macht sie sehr anfällig für das Coronavirus und einen schweren Verlauf mit Komplikationen wie schwerer Lungenentzündung und Organversagen. Man stelle sich das vor, eine rasche Ausbreitung, vorgeschwächte Patienten, von denen viele dann auch noch Intensivmaßnahmen und eine künstliche Beatmung brauchen – und das mit 1 Beatmungsgerät?

One Spirit unterstützt die Lakota auf Pine Ridge durch die Bereitstellung von Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Nähmaterialien. Im Büffelschlachthaus wurden in den vergangenen Tagen 23 Büffel geschlachtet und verarbeitet. One Spirit übernimmt die Kosten dafür. Das Fleisch wird teils eingefroren und haltbar gemacht. Auch von anderen Lebensmitteln werden größere Vorräte angelegt für den Fall, dass in der Zukunft die monatliche Verteilung der Lebensmittelboxen durch Corona unmöglich wird. One Spirit besorgt auch Stoff und anderes Nähmaterial, sodass die Frauen weiter die dringend benötigten Masken nähen können.

Auch hier in Deutschland sind es schwierige Zeiten. Viele Betriebe stehen still, die Arbeiter beziehen Kurzarbeitergeld oder haben gar ihre Stelle verloren. Auch wir bleiben zuhause und versuchen, Lebensmittelvorräte anzulegen oder uns mittels Anleitung aus dem Internet selber eine Maske zu nähen. Auch wir sind genervt von Ausgangssperre und geschlossenen Läden, auch bei uns haben Menschen Existenzsorgen. Aber wir haben in Deutschland immerhin ein gut funktionierendes Gesundheitssystem und eine Regierung, die etwas pragmatischer und vorausschauender agiert als in den USA. Die Lakota und all ihre Verwandten, ob Navajo oder Menominee, ob Apache oder Oneida waren in ihrem Land aber schon immer Menschen 2. Klasse. Was auf den Reservationen los ist, interessiert die Verantwortlichen nicht, außer es gibt Bodenschätze auszubeuten oder eine Pipeline zu bauen. Die Ureinwohner sind leider die Vergessenen in ihrem Land. Sollte sich Corona auf den Indianerreservationen ausbreiten, dann wird es viele Opfer geben, da das marode Gesundheitssystem nicht im geringsten auf so etwas vorbereitet ist. Und von Präsident Trump und seiner Administration ist keine Hilfe zu erwarten. Er hat schon bei verschiedenen Gelegenheiten gezeigt, dass ihm indigene Belange und Rechte nicht nur egal, sondern auch lästig sind.

Daher bitten wir Sie heute und trotz der schwierigen Situation in unserem eigenen Land um Ihre Hilfe. Ohne Unterstützung werden die Lakota diese Krise kaum meistern.

Wir wollen weiterhin eine Versorgung mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln garantieren und außerdem versuchen wir, medizinisches Material wie Masken für Altenheime und Gesundheitsstationen zu organisieren.

Dabei werden wir auch von Kerstin Groeper unterstützt. Sie stellt uns einige ihrer Bücher zur Verfügung. Und wie könnte man sich die Zeit zuhause denn besser vertreiben, als mit einem guten Indianerbuch? Und die vielleicht langsam etwas anstrengend werdenden Kinderlein lassen sich bestimmt z. B. mit der Erzählung über Blitzwolke, den Lakotajungen gut ablenken. Wir bitten um Spenden für die Lakota auf Pine Ridge, um für die kommende Zeit weiterhin Unterstützung gewähren zu können. Alle Spender, die in der Zeit vom 01.04. bis 30.04.20 spenden, erhalten als kleines Dankeschön 1 Buch aus dem TraumFänger Verlag.

Katharina Schacht
Vorsitzende One Spirit Deutschland e. V.

 

 

Einige Bücher aus dem TraumFänger Verlag: Hier finden Sie auch nähere Inhaltsangaben

  Crazy Horse
Im Schatten des Schamanen 

Adlerkralle 
Pine Ridge statt Pina Colada

 

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