Wenn es etwas gibt, was uns von One Spirit immer bewusst ist, dann ist es das Thema Logistik. Um jeden Monat die Kisten für das Lebensmittelprogramm zu kaufen, zusammenzubauen, zu verpacken und zu verteilen, müssen Steve Hernandez, Bamm Brewer und die anderen Mitarbeiter im Reservat stets darauf achten, dass die Abläufe reibungslos funktionieren. Das ist wichtig, damit die Hilfe an der richtigen Stelle ankommt, die unseren Lakota-Geschwistern ermöglicht, einen gesünderen Lebensstil mit besserer Selbstversorgung zu erreichen.

Lebensmittelboxen

Glücklicherweise gibt es unter unseren Unterstützern seit den letzten Jahren eine weitere Logistikexpertin. Diese hat sich für One Spirit und die Oglala Lakota engagiert, nachdem sie in einem Artikel in der Huffington Post von uns erfahren hat. Sarah Hamilton aus Minnesota beteiligt sich jetzt an einem entscheidenden Teil der Planung für Ty Olsons großartige Wanderung. Ty will mit seiner Tour Aufmerksamkeit auf die indianische Vergangenheit in der Boundary Waters-Region von Minnesota lenken. Er möchte auf die Vertreibung einheimischer Stämme aufmerksam machen, die stattgefunden hat, nachdem sich weiße Siedler dieses Land angeeignet hatten. Es ist leider immer noch notwendig, den durchschnittlichen US-Amerikaner daran zu erinnern, dass unsere indigenen Mitbürger immer noch hier sind, immer noch lebendig sind und deutlich fairere Bedingungen brauchen als in der Vergangenheit.

Versteckt in den Wäldern des nördlichen Minnesota, haben Sarah Hamilton und ihre Familie am Poplar Lake gelebt, entlang des Gunflint Trails in Arrowhead Country im Nordosten von Minnesota und betreiben dort seit Jahrzehnten die Trail Center Lodge. Die Lodge entstand im Jahr 1900 als ein Holzfällerlager und wurde schließlich zu einem Gasthaus, einem Lebensmittelgeschäft, einem Restaurant und zu der Lodge, die bis heute ein wichtiges Geschäftsfeld ist. Die Familie Hamilton hat auch die Firma „Camp Chow“ gegründet, ein führendes Unternehmen zur Herstellung von getrockneten Outdoor-Lebensmitteln von höchster Qualität.

 

Essensbeutel von Camp Chow

 

Als eines von zahlreichen wohltätigen Engagements veranstaltete Sarah einmal eine Spendenaktion für das Brennholzprogramm und half One Spirit, eine Bezugsquelle für größtenteils kostenloses Feuerholz in der Nähe von Pine Ridge zu finden. Als sie von Tys erstaunlicher Reise hörte (die er in Kürze beginnen wird), erkannte sie, dass sich eines seiner logistischen Probleme um Essen drehte.

Im Februar wird Ty mit seinen Langlaufskiern von International Falls, Minnesota losfahren, um im Winter 250 Meilen durch die unberührte Wildnis zurückzulegen. Dabei wird er auf zwei Schlitten alles mitnehmen, was er unterwegs zum Überleben und für die Kommunikation mit der Außenwelt braucht. Das Gewicht der Ausrüstung spielt dabei eine wichtige Rolle, genauso wie nahrhafte Lebensmittel, um Ty bei Kräften zu halten (ähnlich wie es das Lebensmittel-Programm für die Lakota tut).

Ty Olson Pick-up wird mit Holz beladen

Sarah hat großzügig einen riesigen Vorrat an haltbaren Camp Chow-Lebensmitteln gespendet, die während der Tour die hauptsächliche Nahrungsquelle für Ty sein werden. Dank Sarahs logistischer Unterstützung wird Ty gut ernährt sein, während er im Namen der indigenen Amerikaner von überall her diese historische Reise unternimmt (und dabei insbesondere Geld für das Brennholzprogramm im Pine Ridge Reservat sammelt).

Es gibt viele Schritte und Überlegungen bei der Planung von Tys Reise. Wir von One Spirit begrüßen nicht nur seinen Mut, sondern möchten auch einen der wunderbaren Menschen kennenlernen, die dabei die dringend benötigte Unterstützung zur Verfügung stellen.

Herzlichen Dank, Sarah Hamilton!

 

Bericht von Jim Drevescraft, freiwilliger Texter

 

 
 
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